
Auf geht es nach Thüringen. Gerade mal 4 Stunden braucht der Zug von Dortmund nach Erfurt.
Inzwischen ist selbst der kleine Koffer nur noch halb voll. Es klappt immer besser mit der Gepäckreduktion.

An das minimalistische Gepäck eines Zimmermanns auf der Walz mit dem wir auf dem Bahnsteig ins Gespräch kamen, kommen wir aber noch lange nicht ran.
Schlafsack, Werkzeug und persönliche Gegenstände für 3 Jahre und einen Tag.
Bis Tromsø in Norwegen ist er so schon gekommen, dazu noch analog, nur mit Landkarte, ohne Handy.
Ich konnte es kaum glauben. Ein ganz normaler, gut gelaunter Mann von 23 Jahren, kein weltabgewandter Grantler.
Manchmal benutzt er das Handy von anderen Leuten. Ich bot ihm meins an. Er hatte keinen Bedarf.
Da war die Zugverspätung doch mal für was gut.

Durch Ostwestfalen und Nordhessen ging die ruhige Fahrt im schwach besetzten Zug durch eine idyllische Hügellandschaft mit kleinen Dörfern und blühenden Rapsfeldern.
So stellt man sich eine Bahnfahrt vor.

Am Bahnhof gab es erstmal eine Thüringer Bratwurst. Es sollte nicht die letzte sein. An jeder Ecke wird die lokale Spezialität angeboten.

Von bescheidenen Buden bis zu selbstbewusster Darstellung ist alles zu sehen.

Auf einem Wochenmarkt zählte ich 3 Bratwurstbuden und 4 andere Stände.

Geschmeckt haben sie alle.
