Von Erfurt aus kann man einige attraktive Altstädte in weniger als einer Stunde mit dem Zug erreichen.
Wit haben uns für Naumburg entschieden, eine Stadt, von der wir bislang nur die Stifterfigur des Doms aus dem Kreuzworträtsel kannten: Uta.
Am Hauptbahnhof wurden wir von dieser jungen Frau mit schwerem Gepäck empfangen. Das war nicht Uta.

Mit der Linie 4 kommt man vom Bahnhof in die Innenstadt und uns blieb die Spucke weg, als wir an der Haltestelle eintrafen.

Eine alte Straßenbahn, die von einer Bürgerinitiative wieder hergerichtet wurde und ganz normal im ÖPNV verkehrt.

Der kleine Wagen hat ungefähr 20 Sitzplätze.

Die Fahrerkabine ist unverschlossen, es wird noch gekurbelt und eine mechanische Handbremse bringt den Wagen kreischend zum stehen. Wie früher.

Man kann sogar Zeitung lesen.

Vom Hauptbahnhof geht die Fahrt zum Salztor und wieder zurück. Wir sind direkt bis zur Endstation durchgefahren und auf dem Rückweg am Marktplatz ausgestiegen.
Hätten wir mal richtig gelesen, hätten wir gesehen, dass der Dom mit Uta an der Jägerstr ist

Egal, es gab auch so jede Menge zu sehen.
Ist Ronny Hunger nicht der perfekte Name für einen ostdeutschen Bäcker?

Die Fleischerei „Gute Quelle“ hat es leider nicht geschafft.

Das Hotel zu den drei Schwanen sucht noch nach einem Investor.

Auch das war mal eine Fleischerei. Heute wird davor Bratwurst gegrillt.
Das muss man doch unterstützen.

Die beiden Bratwürste waren also verkauft, als eine weitere Kundin aus dem Nachbarhaus kam.
„Ist gerade keine fertig“, sagte der freundliche Grillmeister. „Ich klingel dann gleich.“
Welch ein Service!
Wir spazierten noch etwas um den Marktplatz, griffen an die verschlossene Tür einer Kirche, hinter der wir Uta vermuteten und als es dann anfing zu regnen sind wir mit der Bimmelbahn wieder zum Bahnhof gefahren.
Uta kann warten. Wir kommen wieder.

