Nein, es war dann doch kein Unglückstag für uns.
Gestern Abend erreichten uns schlimme Nachrichten. Ein Wetterumschwung mit Sturm und Regenmengen in historischem Ausmaß ist im Gange.
Für Wien wurde Schneefall angesagt. Die Prognosen steigerten sich von 80 bis auf 200cm.
Es wird mit Hochwasser, Erdrutschen und Stromausfällen gerechnet. Das Militär ist in Bereitschaft.
Zuerst konnte ich es nicht glauben. Das ist ja wie in einem Film von Roland Emmerich.

Wie groß war die Erleichterung heute morgen, dass es einfach nur richtiges Sauwetter war. Viel zu warm für Schnee.
Allerdings auch viel zu nass und ungemütlich für touristische Aktivitäten.
Also beschlossen wir, den Empfehlungen zu folgen und das Haus nur im Notfall zu verlassen.

Wenn schon Unwetter, dann in so einem Wintergarten, wo der Regen auf das Glasdach trommelt und die Äste vor das Fenster schlagen. Da hatten wir echt Glück mit unserem Zimmer.
Zum Glück hatte ich auch mein Stricknadelset eingepackt, denn gleich um die Ecke ist ein Kurzwarengeschäft, das auch Wolle führt.

Solche Läden sind bei uns fast ausgestorben.

Ein paar Häuser weiter hat Rüdiger sich ein Buch gekauft von einem Dichter, der hier ganz in der Nähe gewirkt hat und auf den klangvollen Namen „Heimito von Doderer“ hört.

Danach ging es zum Mittagessen in unser Lieblingslokal, dem der nächste Post gewidmet sein soll.
Den Rest des Tages haben wir uns mit unseren Einkäufen beschäftigt und uns gefreut, dass wir im Trockenen sind.
Alles in allem ein schöner Tag.
