Bevor es an Bord geht, wollte ich nochmal was besonderes essen, das es dann nicht mehr geben wird.

Ich hätte zu McDonald’s gehen können, weil ich die Filiale so schön finde.

Statt dessen habe ich für die malerische Kulisse des Fischmarktes entschieden und nochmal Dorschzungen gegessen.

Seit Jahrhunderten lebt man hier vom Fischfang und es wird alles verwertet.

„From nose to tail“ finde ich auch bei Fischen gut und habe deshalb als Hauptgang ein lokaltypisches Gericht bestellt:

Dreierlei vom Dorsch, bestehend aus Leber, Rogen und Kochfisch mit Kartoffeln.

Es war keine Augenweide, weshalb ich besser auf das Foto verzichte. Mit der Vorstellung, dass Generationen von Fischern das auch schon gegessen haben, hat es erstaunlich gut geschmeckt. Die Leber war am besten.

Tschüss Eisbär, jetzt geht es auf‘s Schiff.

Direkt beim Check in hatte ich eine bizarre Begegnung:

Vor mir war ein Paar mit 6 riesigen Koffern. Die Frau konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Unvermittelt sprach sie mich in breitem Amerikanisch an:

Sie könne nicht länger als 2 Minuten stehen, sie hätte eine Soundso in beiden Füßen, seit 22 Jahren schon. Und ja, sie hätten sehr viel Gepäck dabei. Sie würden nämlich mindestens 6 Wochen bleiben. Sie seien aus Amerika und könnten es da jetzt nicht mehr aushalten. Was nur in die Menschen gefahren sei, so einen Verbrecher zu wählen. Sie hätte in der Kampagne von Kamala Harris mitgearbeitet und fest an ihren Sieg geglaubt.

Aber jetzt könne sie nun wirklich nicht mehr stehen. Nach ihrem Redeschwall ließ sie sich wie selbstverständlich auf die Knie fallen.

Am Tage von Trumps Amtseinführung rutscht jemand aus Harris‘ Team auf den Knien vor mir aufs Schiff.

Kannste Dir nicht ausdenken.


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