
Kann man farblich passender gekleideter sein als ich beim Besuch eines historischen Bergbauernhofes?

Ein historischer Fjorddampfer von 1948 hatte uns von Alesund dorthin gebracht.

Der Hof geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Manchen Bauten sieht man es an.

Es gab aber auch eine moderne gemütliche Orangerie.

Dazwischen Holzbuden, Speicher, ein altes Wohnhaus, eine Mühle, überall musste man mal reinschauen.

Der Herr mit der unpassendsten Kopfbedeckung (kalte Ohren) war der Reiseleiter.

Er erzählte, dass eine Verwandte seiner Frau die Lachskönigin genannt wurde, weil sie nur mit einer Bambusstange etliche Lachse aus diesem Fluss geholt hat.
Andere haben eine hochwertige Ausrüstung und dann reißt der eine Lachs auch noch ab. Gruss in die Heimat.

Lachs gab es dann auch im Rahmen des Mittagessens aus regionalen Spezialitäten.
Daneben Hirschpastete. Die Salami war auch vom Hirschen und der Käse soll angeblich auf einer Weltmeisterschaft die Bronzemedaille gewonnen haben und ganz Norwegen auf den ersten Platz gekommen sein. Schon zum zweiten Mal in Folge. Daneben Möhrenkuchen unprämiert.
Mir gegenüber saß ein junges spanisches Paar von den kanarischen Inseln. Sie waren die ständige Wärme leid. Es würde ja nie kälter als 10 Grad.
Die englische Kommunikation war etwas holperig. Sie verstanden nicht, was ich meinte, als ich sagte, dass sie sich ja dann für die eine Reise komplett neu einkleiden müssten. Immerhin erwartet uns im Norden noch Schnee und minus 10 Grad.
Zur Not muss man auf Zeichensprache umstellen. Ich schob meinen riesigen Winterstiefel Größe 41 unter dem Tisch hervor. Sie schob ihren kleinen Turnschuh Größe 37 daneben.
Großes Gelächter.
Wird schon nicht so schlimm werden mit der Kälte.

Die Norweger halten 5 Grad ja auch für geeignetes Badewetter.

Um 16h ist es hier noch fast hell. Das wird auch bald anders.
