Gottseidank hat das Restaurant „de Boterkapel“ nur von Mittwoch bis Sonntag geöffnet, sonst wären wir jeden Tag da.

Mittags wird ein 3-gängiges Lunchmenu angeboten. Das war so gut, dass wir am nächsten Tag wieder hingingen.

Der Koch bot uns an, was anderes zu kochen, damit wir nicht nochmal das gleiche essen müssten.

Gesagt, getan.

Wir lassen uns einfach überraschen.

Ich fotografiere jeden Gang, weil jedes Gericht ein Augen- und Gaumenschmaus ist und ich nichts vergessen möchte.

Am ersten Tag gab es als Vorspeise Lachs Ceviche. Die Gurke war anstatt in Scheiben in hauchdünnen Längsstreifen aufgerollt. Was für ein Aufwand!

Die Hauptspeise war ein Steinbuttfilet auf gebratenen Zucchinischeiben, grünem Spargel und selbstgemachten Ravioli in einer Schalentiersauce.

Besonders beeindruckt haben mich die Muscheln. Die waren noch etwas roh, aber dennoch geöffnet. Keine Ahnung, wie man sowas hinkriegt.

Der kleine grüne Tuff ist Avocadocreme.

Kleine Tuffs waren auch auf dem Nachtisch. Weiße Schokocreme mit Lemoncurd. Die Blütenblätter sind nicht einfach drübergestreut, sondern einzeln angeklebt, sodass sie aussahen wie kleine Hühner.

Diese Liebe zum Detail rührt mich ans Herz. Welch eine Sisyphosarbeit in einem normalen Speiselokal. Wie oft wird das wohl übersehen und einfach reingeschaufelt.

Auf die Frage, ob wir morgen wieder kommen, konnten wir nur „ja“ antworten

Am nächsten Tag gab es:

Thunfisch Sashimi mit einer asiatischen Sauce, Salat und frittierten Nori Algen.

Das Hauptgericht war ein Fischfilet auf Schalentierrisotto, Artischocken und grünem Spargel.

Zum Nachtisch Variationen von der Birne

Gedünstete Birne, Birnenkuchen, Birnencreme, Himbeereis und ein Birnenchip.

Wer will da noch Kibbeling mit Pommes essen? Also am nächsten Tag wieder hin.

Ein Burger aus Gambas! Mit festem Biss und fremden Gewürzen. Köstlich!

Die Salatblätter und Sprossen wieder in mühevoller Kleinarbeit dekoriert.

Als Hauptgericht mal was relativ normales: Entenbrust mit Orangensauce, Chicoree und Kartoffelpüree.

Zum Nachtisch einen red velvet Kuchen mit Macarons auf einer Fruchtsauce und Tuffs.

Haben Sie noch Ideen für morgen?

Oh ja, wir haben uns schon Gedanken gemacht!

Also wieder hin.

Lauwarme Avocado mit einer Füllung aus Krabbensalat und Lachs mit einem Wasabi Kroepoek.

Hier wird es gerade zubereitet. Erst jetzt habe ich mich getraut zu fragen, ob ich fotografieren darf. War kein Problem, aber ich war trotzdem gehemmt.

Kabeljau mit holländischen Muscheln und Krabben. Der Knaller war die selbstgemachte Hollandaise, die in weiser Voraussicht in ausreichender Menge serviert wurde.

Zum Nachtisch kalte Schnauze mit vielen Tuffs und Blüten.

Pappsatt und glücklich gingen wir durch strömenden Regen nach Hause.


Hinterlasse einen Kommentar