Gosenschenke „Ohne Bedenken“
Wenn das mal kein origineller Name für ein Bierlokal ist!

Für den Biergarten war es leider zu kalt.

Wir fanden einen Platz im Untergeschoss.
Die Treppe mag für Leuchtturmwärter kein Problem sein, für eifrige Zecher und Kellner mit vollen Tabletts vielleicht doch.

Das ganze Lokal ist mit Antiquitäten und Skurrilitäten dekoriert.

Ein böse guckender Zigarettenautomat

Das Smartphone knipst seinen Vorgänger.

Jeder freie Platz wird ausgeschmückt.

Selbst die Toiletteninnentür wird genutzt, um die Besucher über die hausgebrauten Biersorten zu informieren.

So fiel die Wahl nicht schwer:
Wir nehmen alle vier!
Ein Probeset mit niedlichen 0,1 Gläsern.
Geschmeckt hat keins so richtig. Gefragt, für welches wir uns entschieden haben, mussten wir verschämt ein stilles Wasser und eine Gurkenlimo bestellen,

Bier mag ich gemalt viel lieber.

Herr Metulczki stellt ein paar Häuser weiter seine Serie „Trinkgedächtnisse“ aus.
Kleine, farbintensive Bilder mit beeindruckendem Lichtspiel im Bierglas.
https://www.artae.de/kuenstler/metulczki

Der Umstand, dass die Werke auf seinen Zechtouren zustande kamen, ließen den Künstler gleich viel nahbarer wirken.

Wir waren schnell bei Eckhard Henscheid, der inzwischen hochbetagt vor ein paar Jahren eine Lesung da gehalten hat, und ich konnte ihm den Gasthof Blauensteiner in Wien empfehlen und durfte alles fotografieren.
Nur dieses Bild verstand ich nicht.
ICE?

Ja, es sei stark romantisiert, musste der Maler zugeben.
Ein Bier im Intercity!
Wem es gelingt, das so darzustellen, darf sich wohl getrost als Künstler bezeichnen.
