Puh, war das ein Fresswochenende!

Wir haben es richtig krachen lassen.

Der Höhepunkt war der Besuch im Frieda. Wochen vorher angemeldet, nur Warteliste, aber doch noch reingerutscht.

Es hat sich gelohnt. 11 Gänge in 4 Stunden.

Jeder bietet ein unerwartetes Geschmackserlebnis…

…und ist richtig schön dekoriert.

Die kleinste Suppentasse, die ich je gesehen habe. Da waren maximal 3 Esslöffel drin.

Trotzdem waren wir hinterher satt und glücklich.

Von Frieda ging es zu Helmut.

Da hat man sogar eine eigene Schrift entwickelt. Oben steht „Gasthaus Helmut“ und unten „Helmut is(s)t Heimat“, ein Spruch wie vom Wochenmarkt.

Die Eismeerkrabben mit frischem Estragon, Kerbel, Kapuzinerkresse und Salat. Sowas isst man langsam und mit Andacht.

Dass man sich sonst die Beilagen aus Schüsseln aufgefüllt hat, erscheint undenkbar.

Helmuts Kohl war mein absoluter Favorit.

Wenn ich wüsste, wie man so eine Nussbuttersauce hinkriegt, würde ich Vegetarier.

Am nächsten Tag ging es steil bergab. „Steak au four“, eine ostdeutsche Spezialität in einer Kleingartengaststätte mit dem klangvollen Namen Delanoix. Die französische Anmutung wurde nicht erfüllt.

Das Würzfleisch mit Dresdner Worcestersauce lag mir wie ein Wackerstein im Magen.

Nach Frieda und Helmut wird man mäkelig.

Anstandslos verzehrt habe ich hingegen die vom Naturkundemuseum angebotenen gebratenen Heuschrecken und Käferlarven.

Sie schmecken einfach nur knusprig und nach Grillgewürz. Sie hätten sich auch gut auf den Kreationen von Frieda und Helmut gemacht.

Die Googlerecherche ergab allerdings, dass man die Larven auch als Reptilienfutter im Fressnapf kaufen kann.

Guten Appetit.


Eine Antwort zu „Essen in Leipzig“

  1. Avatar von
    Anonymous

    Sehr schöner Tipp viel Spaß noch

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