
Man muss nicht bis Riga fahren, um so schöne Jugendstilfassaden zu sehen.
Bremerhaven – Lehe tut es auch.

Inzwischen hat sich das Zentrum in die neu geschaffene Mitte am Hafen verlegt und Lehe ist nicht mehr die feinste Adresse.

Die Immobilien von Frau Stindt möchte ich lieber nicht sehen.

Es gibt Restaurants…

…Cafés…

…und jede Menge Kneipen.

Manche mit fast vergessenen Namen.

Gitarrist Kuddel hat sicher einiges zu erzählen.

Der blaue Peter bestimmt auch.

„Hast du Hunger wie‘n Löwe, kauf Fleisch und Wurst bei Werner Schöwe“

Die Sparkasse unterhält hier noch ein richtiges Haus und nicht nur einen Automaten.
Allerdings ist im selben Haus auch das Zentrum für seelische Gesundheit untergebracht.
Das trifft es ziemlich gut.
Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber die Stimmung in diesen Vierteln hat sich verändert. Der soziale Aufstieg ist schwieriger denn je.
Mutlosigkeit, Trauer und manchmal auch Aggression sind zu spüren. Zusammenhalt, Wertschätzung und „multikulti“ scheint es nur noch bei denen zu geben, die morgens schon am Straßenrand sitzen und den Alkohol teilen.
Aber vielleicht ist selbst das Wunschdenken.

Man darf nicht aufgeben und muss den Dreck wegkehren.

Auch die Blätter vom letzten Herbst vor der letzten Spelunke.
