Morgens um 8 wurden wir durch die deutsche Nationalhymne geweckt, die ein Schiff lautstark zum Abschied spielte.
Wie zum Morgenappell sind wir aus den Betten gesprungen, um ja nicht das Ablegen der Schiffe zu verpassen.

Da liegt die Gorch Fock noch.

Ein Matrose patrouilliert vor der Gangway und passt auf, dass niemand mehr an Bord geht.
Die Dame schaut als würde sie gerne mitfahren.

Diese beiden Damen haben es an Bord geschafft. Man kann Mitfahrten buchen, sofern man sich verpflichtet, ein Streifenhemd zu tragen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und der Besatzung regelmäßig Fragen zu stellen.

Vom Tauziehen sind die Gäste befreit.

Wie aus einer Bundeswehr Werbung.
So stellt man sich die Marine vor.

Mit zwei Schleppern wird die Gorch Fock aus dem Hafen bugsiert.
Wir widmen uns dem nächsten Schiff.

Die Galeon Andalucia ist der originalgetreue Nachbau eines Kriegsschiffes aus dem 16. Jahrhundert.

Damals standen keine Frauen neben den Kanonen.

Ich habe einen neuen Trick. Ich frage jetzt immer, ob ich ein Foto machen darf.
Natürlich darf ich das, schließlich werden sie den ganzen Tag fotografiert. Aber sie freuen sich und stellen sich dann nochmal extra in Position oder gehen auf dem schmalen Bordvorsprung in den Schneidersitz.

Da fährt sie durch die Schleuse.
Alle winken sich zu.

Diese Beiden halten den Besatzungen zum Abschied einen ortsüblichen Gruß entgegen.
Als sie mein Interesse bemerkten, haben sie das Banner extra nochmal entrollt.
Das war es nun endgültig mit der Sail.
Nicht nur die friedliche Begegnung der vielen Menschen aus unterschiedlichen Ländern war beeindruckend, sondern auch die logistische Leistung, die die Stadt da vollbracht hat.
Die vielen Ordner, Polizei, THW, DLRG, die Shuttlebusse, die im Minutentakt fuhren, es hat alles geklappt und am nächsten Morgen war schon wieder aufgeräumt.
