In Jena war heute Wochenmarkt

Trotz der bunten Zwiebelzöpfe war es irgendwie deprimierend.
Viele Baustellen, wenige Menschen.

Der Honigverkauf läuft schleppend.

Das Größenverhältnis von Kirche und Jentower ist irritierend.

Ich weiß jetzt, wo es ins Paradies geht, fahre aber trotzdem zurück nach Erfurt.

Diesmal habe ich mir die Krämerbrücke vorgenommen.

Merke: Nie bunter anziehen als die verkleidete Stadtführerin.

Es ist schon ziemlich auf Touristen abgestimmt. Dieser Herr erkannte in mir gleich ein geeignetes Opfer für seine ökologischen Sauerteigbrötchen.
Er erhob sich, riss ein Stück ab und wollte es mir in den Mund stopfen.
Ein cleveres Marketing. Wer sich bei „Mund auf“ nicht wehrt, zückt auch anstandslos die Börse.
Er empfahl, das Gebäck mit einer Flasche Wein zur Musik von Pink Floyd oder Supertramp herunterzuspülen.

Er selbst begoss seinen Geschäftsabschluss mit einer Flasche Bier und ich habe jetzt zwei Fotos und ein trockenes Brot.
Weiter geht‘s.

Wen haben wir denn da?

Ein Puppenmacher betreibt hier eine Schauwerkstatt. Wie schön!

Um die abgebrochenen Beine dieser Schafe zu restaurieren, braucht es eine Menge Feingefühl.

Eine Mitarbeiterin schnitzte gerade Hände.
Man durfte sie gegen eine Spende fotografieren. Eine gute Idee! So kann man Kunst und Kultur unterstützen, auch wenn man gerade nichts kaufen will.

Nur von Kunst, Kultur und Liebe kann man aber auch nicht leben, es ist Zeit zum Abendessen.
Nach Mettbrötchen und Bratwurst gestern sollte es heute was gesünderes geben.
Ich entschied mich für ein indochinesisches Restaurant.
Ein gemischter Vorspeisenteller und ein Salat sollen reichen, dachte ich.
Und dann kam das:

Mango – Möhrensalat mit Entenbrust, 2 Frühlingsrollen, 4 Sommerrollen, 4 Dumplings mit Krabben und eine Art Hamburger, den man mit den Fingern isst.
Und nein, das ist nicht für 2 Personen.

Den Lachs mit roter Beete, Rucola, Avocado, Orangenspalten, Trauben und Tomaten mit Zitronendressing habe ich dann auch noch genüsslich verputzt.

Auf dem Rückweg traf ich das Sandmännchen, das mir auch bald Sand in die Augen gestreut hat.
