Durch den Hinweis einer Leserin wurde ich heute auf William Kentrigde aufmerksam gemacht.
Der südafrikanische Künstler, der gerade 70 geworden ist, wird mit parallel laufenden Ausstellungen geehrt.
Eine im Folkwang Museum in Essen und gleich drei in Dresden.
Zur Eröffnung fand eine Parade durch die Dresdner Altstadt statt.

In der Dämmerung ging es los.
Das vom Künstler gegründete Zentrum für die weniger guten Ideen hat zusammen mit Dresdner Künstlern und Studierenden diese Performance erarbeitet.

Es wurde gesungen, eine Blaskapelle zog durch die Stadt und es wurde viel mit Packpapier gearbeitet, was mir natürlich besonders gefallen hat.

Um das Publikum aktiv mit einzubeziehen wurden Megaphone verteilt.

Gut möglich, dass es beabsichtigt war, sich die auch auf den Kopf zu setzen und wie ein Harlekin auszusehen.

Auf jeden Fall beabsichtigt war die Parallele der Gesten des Tänzers zum Fürstenzug.
Ich wollte besonders clever sein und vor den Massen da sein.

Hier hat es gut geklappt.

Weiter ging es mit Fahnen, Musik und Papphüten zu den Brühlschen Terrassen.

Hier wurde mir meine vermeintliche Cleverness dann zum Verhängnis.

Ich habe mich in der Etage vertan.

Den großen Abschluss bildete ein Schattenspiel auf der Festungsmauer, das ich leider nur im Negativ verfolgen konnte.

Dafür ist mir aber noch ein Schnappschuss des Künstlers gelungen.

Was für ein schöner Sommerabend!
Endlich mal ein entspannter Umzug mit Kunst und Musik statt der üblichen mit Aggression und Parolengebrüll.
Geht doch.
