Was jetzt kommt, ist nichts für zartbesaitete Gemüter.
Es wird ein bisschen unappetitlich.
Abends sind wir immer ganz schön fertig und froh, wenn wir in der Nähe noch eine Kleinigkeit essen können.
Die „Kantyna“ erschien dafür perfekt.

Tatsächlich ist es wie in einer lauten Kantine.
Das Publikum ist gemischt, jung und alt, europäisch und asiatisch.

Wer keinen Sitzplatz kriegt, muss an einem Sarkophag ähnlichen Stehtisch stehen.
Das Bier fließt wie überall in Prag in Strömen. Es wird schnell gezapft und man muss sehen wie man mit dem überschäumenden Getränk an seinen Tisch kommt ohne den Boden nicht noch mehr vollzuplempern.

Cola gibt es nur aus heimischer Produktion.
Der Verzehr wird auf Karten notiert wie in einer Bar und am Ausgang abgerechnet.

Hier schleppe ich stolz unser erstes Abendessen an.
Bratwurst und Tartar.

Dieser Batzen Tartar mit 3 Scheiben Brot ist eine Vorspeise!

Hier kann man sehen, wie es frisch durchgedreht wird.
Die Fleischqualität war wirklich erstklassig.

Da kann man sich schonmal ein paar Knochen als Deko ins Fenster hängen…

…oder als Tischnummern upcyceln.
Wie erwähnt gibt es jeden Mittwoch die Spezialität des Hauses: gegrillte Markknochen. Auch nur eine Vorspeise.
Nachdem wir fast jeden Abend hier Tartar gegessen haben, wollte ich das auch mal ausprobieren.

Rüdiger ist doch lieber beim Tartar geblieben und scheint die Wahl seiner Lebensgefährtin für einen Moment in Zweifel zu ziehen.
Ich habe Knochen Nr 11 und warte auf meine Bestellung.

Und da ist sie schon.
Zum Wohl!
Es war nicht so fett wie befürchtet, aber auch nicht besonders spektakulär im Geschmack.
Eine Butterstulle hätte es auch getan, aber dann könnte ich ja nicht von mir behaupten, schon mal aufgesägte Knochen gegessen zu haben.
