Ich habe gut lachen mit meiner neuen Kabine und kann jetzt anderen durchs Fenster in ihr Bett knipsen.

Es ist noch nicht kalt, aber manchmal sehr windig.

Da leidet die Frisur.

In Urke ist es wieder windstill.

Ich überlege, ob ich mich auch in ein Tenderboot ausschiffen lasse.

Vor sowas habe ich eigentlich Angst.

Aber man muss nicht in ein wackeliges Boot springen und Humor hat der Betreiber auch.

Der junge Mann ist kräftig und gut gesichert. Was soll da noch schiefgehen?

Also los.

Wie still es sein kann.

Kein Verkehrslärm aus der Ferne, nur die Geräusche des Wassers.

Allein für dieses Postkartenmotiv hat sich die Fahrt gelohnt.

Rauch steigt aus dem Schornstein der kleinen Sauna am Hafen.

Einige Häuser scheinen in der Luft zu schweben. Sie stehen nur auf Steintürmchen.

Da sollte man besser keine wilden Partys feiern.

Es sind traditionelle Lagerhäuschen, ähnlich wie bei uns die Gartenhäuschen.

Zur Not kann man auch drin wohnen, ansonsten lagert man Vorräte und Gerätschaften.

Die breite Lücke zwischen Treppe und Türschwelle ist, damit die Mäuse und Ratten nicht reinkommen.

Urke hat nur 40 Einwohner und die haben offenbar alle ihren Briefkasten am Hafen.

Beim Besteigen des Bootes für die Rückfahrt trieb mich der Hafenmeister mit den Worten an: „Wenn sie hierbleiben, müssen sie mich heiraten.“

„Ich denke drüber nach.“

Dann wäre ich die 41. Urkerin.


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