Fangen wir mit den schöngeistigen Dingen an:

Das ist die Domkirche.

Eine der nördlichsten Holzkirchen der Welt.

Um 12 Uhr, nachdem das Läuten verklungen war, gaben Studierende der Musikhochschule im Rahmen der Kirchenmusiktage ein Konzert.

In einer Kirche aus Holz soll die Akustik besonders gut sein.

Es war muckelig warm, obwohl das Dach offensichtlich nicht isoliert ist.

Was das wohl kostet?

Neben traditionellen Stücken gab es viele moderne Arrangements und Kompositionen.

Besonders gut hat mir ein Stück gefallen, wo mit nur einem Saxophon das unterschiedliche Verhalten von Hühnern auf einem Bauernhof dargestellt wurde vom leise zufriedenen Gackern bis zum krächzenden Streiten.

Der einzige Mann im Bild saß vor mir und ordnete sich während der Darbietung der vier Damen links nonstop in einer übertrieben sanften Manieriertheit seine Locken nur mit den Fingerkuppen.

Dann war er dran, setzte sich ans Klavier und schlug mit einem derart harten Anschlag in die Tasten, dass das Zuhören genauso anstrengend war wie vorher der Anblick seiner zarten Frisurspiele.

Ansonsten hat es mir aber so gut gefallen, dass ich an zwei Tagen dort war.

Richtig gut finde ich auch das Bild, mit dem das Arktische Philharmonie Orchester für sich wirbt.

Mit Arktis haben sie es hier oben natürlich.

Nicht nur die Souvenirshops heißen so

Rechtsanwalt und Psychiatriepraxis werben mit dem beruhigenden Anblick der arktischen Berge

Und auch das Bier heißt so.

Auf „Nordland“ bin ich direkt reingefallen

Und habe mir schon mittags eins genehmigt.

Bei diesem Getränk werden ungute Erinnerungen aus der Jugend wach.

Es ist aber nur Traubensaft.

Wo wir einmal im Supermarkt sind:

Die Bananen sind hübsch arrangiert und ausnahmsweise mal nicht teurer als bei uns.

Über diese Leberpastete amüsiere ich mich auch jedes Mal.

Scheint gute Laune und schöne Zähne zu machen oder warum sind da Kinder drauf?

Wäre Schweine nicht passender gewesen?

Die stehen statt dessen gepolstert im Frühstücksraum des Hotels und beobachten wieviel Wurst man isst.

Die ersten Weihnachtsschleifen werden auf die Fenster gemalt.

Zeit, so langsam nach Hause zu fahren.


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