
2013 legte noch ein Seenotrettungsboot an dem alten Landungssteg in Westkapelle an.
Wie selbstverständlich liefen wir Jahr für Jahr über die Planken aufs Meer hinaus Richtung Horizont.

Von weitem sieht er immer noch stabil aus.

Bei näherer Betrachtung zeigt er Zeichen der Vergänglichkeit. Durchaus malerisch.
Bedrohlich kann das nicht sein, es ist immerhin ein Rettungssteg, der mich jahrelang über die darunter tosenden Wellen getragen hat.

In diesem Jahr kam der Schock.
Gesperrt!
Es geht nicht mehr weiter.
Es ist endlich.
Wir können nicht mehr so lange zusammen Richtung Horizont laufen, wie wir es uns gewünscht haben.

Der Rost ist nicht mehr nur lokal begrenzt.

Er hat sich ausgebreitet und ist nicht mehr zu stoppen.
Über kurz oder lang wird er der Sieger sein.
Wie kurz oder lang weiß man nicht.

Keiner weiß, was kommt und was wie lange geht.
Solange man noch zu zweit ist, sollte man keine Angst vor der Einsamkeit haben.
Den Moment zu genießen, erfordert viel Energie und Aufmerksamkeit, die an anderer Stelle fehlt.
Jetzt ist „Carpe diem“ angesagt.
