Mit welchen Unannehmlichkeiten die Anreise versehen war, schreibe ich nochmal extra in einem Meckerpost.

Hier die schönen Seiten:

Ich hatte großes Glück und bekam eines der wenigen Zimmer mit Zwingerblick.

Die Sonne schien und vor den Eisdielen bildeten sich lange Schlangen.

Ich entdeckte einen echten Geheimtipp.

Auf diesem Hinterhof war weit weniger los.

Von der Straße aus kommt man ja auch nicht auf die Idee, dass hier die besten Pelmenis Dresdens hergestellt und verkauft werden.

Links ein kleiner Probeteller, daneben Bitterballen mit Preiselbeersenf.

Das war nicht mein Nachtisch, sondern der Beginn einer Fototour.

Nicht groß nachdenken, einfach knipsen, wenn man stutzt.

Nicht nur die ausländischen Touristen werden hier mit ihren Übersetzungsprogrammen an ihre Grenzen stoßen.

Ich habe auch gegoogelt, was „schwer bleede“ heißt.

„Ich werde verrückt“.

Da soll einer drauf kommen.

Das Rätsel um das Bekleidungsgeschäft „Kaisers neue Kleider“ konnte ich nicht lösen.

Der hatte doch gar keine an.

Hier habe ich auch länger gebraucht, um auf „behaglich“ zu kommen.

Ein Adjektiv, das man nicht direkt mit BHs in Verbindung bringt.

Was hier dargestellt ist, habe ich gleich erkannt.

Man weiß ja, dass sie es im Osten mit dem christlichen Glauben nicht so hatten (Jahresendlichtfigur), aber das ist doch nun wirklich drüber.

Im Standesamt einen Club einzurichten, geht dagegen ok.

„Objektservice Obacht“ für einen Hausmeister, ist richtig gut.

Die Bemalung des Schulessenbusses passend zum Gebäude ist auch ein Volltreffer.

Der Pillen – Flitzi ist nur so mittel.

Er bringt die Pillen hoffentlich nicht in bunter Mischung.

Im Theaterhaus Rudi wird wohl kein Shakespeare aufgeführt.

Zurück in meinem Zimmer wurde ich abends auch noch Zeuge einer irritierenden Darbietung.

Lautes, energisches Trommeln war plötzlich zu hören.

Nach dem ersten Schreck kam die Erleuchtung:

Es ist Montag. Da wird demonstriert!

Auch da blicke ich als Wessi nicht durch und enthalte mich deshalb eines Urteils.

Im Laufe der Zeit habe ich zuerst die Rechten demonstrieren sehen, dann die Rechten und die Linken, durch Polizeikräfte getrennt, obwohl die einen aussahen wie die anderen und nun demonstrieren nur noch die Linken.

Picassos Friedenstaube weht neben der russischen Flagge.

Die Rechten scheinen es nicht mehr nötig zu haben.


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