Ach, was war das schön in der Gaststube zur Möwe.

Abseits der touristischen Pfade fanden wir dieses Kleinod an der Packhalle IX im Fischereihafen.

Um 11h war schon geöffnet.

Wir kehrten spontan ein.

Männer, die an der Theke vor sich hinstarren, Bier trinken und rauchen.

Wann hat man das zuletzt gesehen?

Ich musste an Eckhard Henscheid und F.K. Wächter denken.

Wir setzten uns an einen Tisch und bestellten einen Kaffee und Apfelsaft, womit wir uns direkt als touristische Weicheier abqualifiziert hatten und niemand von uns Notiz nahm.

So tun, als würde man nur die Begleitung aufnehmen…

… und dann schnell nochmal in die andere Richtung knipsen.

Vermutlich liest der Herr da jeden Tag seine Bildzeitung, nur die Deko wechselt je nach Jahreszeit.

Es gab noch ein Spruchband an der Wand, auf dem in roten Punkten die nächsten Veranstaltungen und die aktuellen Öffnungszeiten angezeigt wurden.

Das Band lief so langsam, dass man dem Inhalt auch nach mehreren Bieren noch folgen oder währenddessen mehrere Biere zu sich nehmen konnte.

Es werden noch Turniere in Skat und Kniffel ausgetragen. Im Hintergrund der Pokal. Offenbar darf ihn der Sieger nicht mit nach Hause nehmen, sondern nur einmal in die Höhe recken.

Bei einem „YouTube Abend“ wäre ich gern dabei. Welche Musik da wohl gespielt wird?

Als kurz vor 12 noch eine neue Runde Bier bestellt wurde, war klar, dass niemand zum Mittagessen nach Hause musste.


Eine Antwort zu „Gaststube zur Möwe“

  1. Avatar von
    Anonymous

    könnte auch eine Kneipe im Ruhrgebiet gewesen sein, alte Erinnerungen auch an den Geruch…

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