Gestern Abend hatte ich das Abendessen ausfallen lassen.

Zum einen aus Faulheit und weil ich weiß Gott genug gegessen habe in den letzten Tagen (im Schnitt soll man 5 kg zunehmen auf der Reise), zum anderen war ich noch nicht umgewöhnt.

Als Ruhrpottkind abends durch solche Straßen zu gehen, verursacht einem mindestens Unbehagen oder man sieht sich gleich als Fall bei Aktenzeichen XY ungelöst.

Hier ist alles anders.

Erstmal hat man in diesem bargeldlosen Land nichts dabei außer Handy und Tempotuch. Ich habe eine Kopie meines Ausweises in der Jackentasche für alle Fälle.

Wenn einem jemand entgegenkommt, kann man davon ausgehen, dass er wohlsituiert und drogenfrei ist und nicht selten wird man sogar freundlich gegrüßt. Kaum zu fassen.

Also war ich heute abendessen.

Kabeljau mit Kartoffelstampf aus Pellkartoffeln mit Schale (gute Idee), Fenchel, gerösteter Blumenkohl und Muschelsauce. Sehr lecker.

Im Gegensatz zum gemütlichen Lokal mit warmer Beleuchtung wird das Wasser mit viel Eis serviert.

Als ich das Lokal verließ, sah ich direkt das erste Nordlicht.

Und dann ging es richtig los.

Durch die Lichtverschmutzung des Kühlschiffes kommt das Grün nicht ganz so zur Geltung.

Ich habe mich auf meinen Lieblingsplatz auf der Landzunge vor dem Hotel gesetzt und das Schauspiel verfolgt.

Zur Erinnerung:

Vor genau einem Jahr habe ich hier noch in der Sonne gestrickt.

Ein Moment, an den ich mich ganz oft erinnere.

Hier nun eine Auswahl der vielen Fotos, die ich gemacht habe.

Was für ein toller Ort!

Ja, und auch hier habe ich voller Dankbarkeit den Holztisch gestreichelt und gesagt, dass ich wiederkomme.

Funfact: Ich lese nie Horoskope, weil das Quatsch ist. Heute las ich: Sie haben eine Versprechung gemacht, die sie nicht halten können.

Gut, dass das Quatsch ist.

Und jetzt ab ins Grüne.


Eine Antwort zu „Ab ins Grüne“

  1. Avatar von
    Anonymous

    fantastisch, diese Fotos, so beeindruckend! Danke!

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