Die Romantik spielt bei einem Frankreichurlaub eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Sie hat viele Gesichter.

Für den passionierten Kaffeetrinker mag es der Moment sein, wenn er morgens mit der geliebten Frau zur einen und der Kaffeemaschine zur anderen erwacht.

Unsere Gastgeber hatten sich bei der Zubereitung des fantastischen Abendessens verausgabt, das Frühstück wurde einem schon am Abend vorher ausgehändigt und der Traum vom frischen Croissant bleibt einstweilen unerfüllt.

Heute geht es in die Normandie.

Wenig romantisch überlassen wir mal wieder der KI die Reiseplanung und die schickt uns erstmal nach St Valery sur Somme.

Nie gehört!

Unser neuer Freund weiß inzwischen genau, worauf es uns ankommt.

Alte Gemäuer, ausreichend Parkplätze und wenig Touristen.

Wir finden Postkartenmotive…

… und können uns alles mal ganz genau anschauen.

In diesem Haus hat laut Tafel mal Napoleon übernachtet.

Sein Besitzer hat die Autofarbe farblich auf sein Anwesen abgestimmt.

Wir nehmen Kontakt zur einheimischen Tierwelt auf.

Die Sirene auf dem Rathaus erinnert an ein Insekt das lacht.

Genug der Spinnereien.

Es geht weiter nach Honfleur.

Der Einstieg war ernüchternd.

Ein holländischer Leierkastenmann spielte den Ententanz.

Historische Kirmesgeschäfte am Hafen.

Nostalgie ist nicht gleich Romantik.

Diese unterbrochenen Figuren sind schon origineller und fanden sich überall in der Stadt.

In den kleinen Gassen endlich die erhoffte Stimmung.

Solche Motive will man sehen.

Zu Hause hätte man schon zu Holzschutzlack gegriffen, aber hier ist es schön.

Die Bank in Form einer liegenden Frau erinnert mich an Max Ernst.

Den trage ich heute sogar auf dem Tshirt.

Diese alte Dame ist ein Symbolbild für die Menschenmassen und Busladungen, die ich nicht fotografiert habe.

Romantiker müssen auch ausblenden können.

Zeit, unsere Unterkunft am Tagesziel Trouville anzusteuern.

Was habe ich mich mit dieser Buchung schwer getan!

Etliche Hotels und unzählige Bewertungen habe ich studiert.

Wunderschöne alte Gebäude, die Fenster weit in Richtung Meer aufgerissen, historisches Mobiliar mit maritimer Dekoration.

Man spürt den Wind, die Inspiration und den Geist vergangener Zeiten.

Ich spüre allerdings auch die Knieschmerzen, wenn ich meinen Koffer über knarrende Wendeltreppen in den dritten Stock hinauf trage und die nächtlichen Kämpfe um die gemeinsame Bettdecke in durchgelegenen Betten.

Es war nicht leicht, aber ich pfeif auf Romantik.

Wir wohnen im Mercure Hotel mit Aufzug und zwei Bettdecken zusammen mit den anderen Touristen.

Der Sonnenuntergang am Hafen war uns zu spät.

Wir haben mit Blick auf den Hinterhof im Zimmer gegessen.


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