Wir sind fast da.

Als letztes Etappenziel hatte ich Saint Malo ausgesucht.

Auf dem Weg dorthin machten wir Rast an der Rance.

Es gibt da nur wenige Häuser.

Eines davon ist ein ausgezeichnetes Restaurant.

Für einen Preis (25€), der den Preis eines Tagesparktickets in Trouville (35€) weit unterschreitet, bekommt man frische Austern, einen Hauptgang und Dessert.

Schon klar, dass man einen solchen Ort nicht selbst entdeckt.

KI hat ihn unseren Vorlieben entsprechend perfekt ausgewählt.

Aber nun weiter nach Saint Malo.

Schon vor der Altstadt schon wieder ein Karussell.

Wir bekamen einen der letzten Parkplätze und gerieten voll in den Wochenendtrubel.

Anhand des Fotos bekommt man annähernd einen Eindruck von der Geräuschkulisse.

Die Menschenmassen dazu muss man sich denken, das kriege ich irgendwie nicht aufs Bild.

Sie schoben vorbei an den Touristenshops und Restaurants der zweifellos malerischen Altstadt.

Im November ist es hier bestimmt ganz schön.

Ich hatte uns ein originelles Hotel ausgesucht.

Das Ibis Hotel ist voll auf Seefahrt gestylt.

Das Frühstück nimmt man unter dem trüben Blick eines drogenabhängigen Matrosen zu sich.

Über dem Bett hängen Pullover und Mütze.

Man soll den Glaskasten mit dem Notfallhammer daneben bei Bedarf einschlagen.

Das habe ich nicht nötig.

Ich habe natürlich wieder ein Seemannshemd dabei.

Diesmal passt es perfekt.

Nicht perfekt war die Tatsache, dass wir unser Gepäck über die befürchtete enge Wendeltreppe mit einer Fußleiste als Geländer in den dritten Stock hinauf schleppen mussten.

Ich hatte vergessen, auf einen Aufzug zu achten.

Das wäre der KI nicht passiert.

Am nächsten Tag begab ich mich also wieder voll in deren Abhängigkeit.

Soll die doch aussuchen, wo wir Mittagsrast machen.

Solange das noch so gut funktioniert, muss man es ausnutzen.

Die Rechnung wird wie bei jeder Droge schon noch kommen.

Wir landeten wieder an einem Fluss in malerischer Kulisse.

Übrigens gegen den erbitterten Widerstand meiner eifersüchtigen Reisebegleitung.

„Dann fahr doch demnächst allein mit deinem Chatty. Man wird ja wohl nochmal aufs Geradewohl irgendwo hin fahren können und spontan was finden.“

Als er dann das Fischerboot sah, war er besänftigt und nachdem wir einen lustigen Plausch mit diesen Franzosen hatten, war er endgültig versöhnt.


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