Zuerst zieht es uns immer zu den vertrauten Orten.

Da ist der kleine Weiler Kerroch mit seinen Herrenhäusern aus dem 17. und frühen 18. Jahrhundert.

Überragt wird er vom einem Turm, der inmitten von alten Eichen auf einem Berg liegt.

Eine steiler Anstieg führt hinauf.

Früher hat Rüdiger unseren damals schon altersschwachen Hund hinauf getragen.

Heute schaffen wir es schon ohne Hund nicht mehr und bleiben lieber am Strand.

Da kommt der Leuchtturm von Pors Don

Ja, richtig, das ist ein Leuchtturm.

Ein sogenannter „Paradies Leuchtturm“, weil das Leben des Leuchtturmwärters mit Familie in einem normalen Haus für die meisten deutlich angenehmer war als allein auf einer sturmumtosten Felseninsel.

Inzwischen beleuchtet er automatisiert aus dem Dachgiebel die Fahrrinne von Paimpol.

Wir biegen ab in den Ort.

2012 sah diese Tür schon etwas baufällig aus.

Es ist nicht besser geworden.

Diese Tür ist heute verschlossen.

Früher stand sie immer offen und gab den Blick frei in den Innenhof des 1687 erbauten ältesten Hauses des Dorfes.

Die letzte Besitzerin wurde 1927 geboren und es ist nicht zu ermitteln, ob sie noch da lebt.

Wenn ja, kann man mit fast 100 Jahren ruhig mal die Haustür zumachen.

Andere kriegen ihre Türen weder auf noch zu.

Der Verfall ist mehr oder weniger malerisch.

Mein Albtraum! Eingestürzte Decken!

Mitten auf der Straße steht wie in einem Kreisverkehr ein dreieckiger Kalvarienberg von 1715.

Heute ist er durch eine Absperrung geschützt. Damals konnte man noch mit seinem Straßenkreuzer seine Runden um den Heiland ziehen, der mit seinem Kreuz zu fliegen scheint.

Der Spaziergang endet an unserem alten Kapitänshaus.

Das mit der Marinemütze und der Lesebrille aus dem letzten Post.

Heute sind die Fenster verschlossen.

Damals war da mehr Leben.

Rüdigers Buch Ivy ist von diesem Haus und dieser Gegend inspiriert.

Wir erinnern uns gerne an den alten Kapitän, der mit uns Cidre getrunken und „Lili Marleen“ gesungen hat.


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