Es hat sich gelohnt, die örtliche Tageszeitung mal durchzublättern.

Sonst hätten wir nie erfahren, dass heute ein Fest auf unserem Marktplatz ist.

Da hinten vor der Kirche ist es.

Es war eine kleine Bühne aufgebaut, der Friseurladen war die Künstlergarderobe, das Café hatte noch mehr Tische aufgebaut und auf Selbstbedienung umgestellt und der Metzger briet Würste vor seinem Laden.

Ich fand es toll, wie normal die alle aussahen. Als kämen sie gerade aus dem Garten.

Das ist noch richtige Volkskunst.

Auch wenn man schlecht zurecht ist, konnte man mitmachen.

Die beiden Schlagzeuger hatten große Mühe, hinter ihrem Instrument Platz zu nehmen und konnten auch gerade nur noch eine Trommel bearbeiten.

Das aber mit viel Spaß.

Selbst an den Cafétischen wurde musiziert.

Der Mann dahinten in der Jeansjacke stützt sich nachdenklich auf seinen Stock.

Er ging dann weg und kam mit seinem Akkordeon zurück.

Man hört ihn spielen, oder?

Die Musik fuhr einigen in die Beine und mobilisierte ungeahnte Kräfte.

Erstaunlich, wie viele noch diese teilweise recht komplizierten Schritte beherrschen.

Die Dame mit der Hand auf dem Rücken spricht ganz gut deutsch.

Ich hatte sie schon vorher kennengelernt und so Gelegenheit gehabt, sie zu fragen, ob es überhaupt angemessen sei, als Tourist dieses Fest zu besuchen. Vielleicht wolle man ja lieber mal unter sich sein.

Nein, auf keinen Fall, fiel die Antwort erstaunlich eindeutig aus.

Sie seien stolz auf ihre Kultur, würden sie gerne zeigen und auch Fremden die Schritte beibringen.

Das habe ich dann aber dankend abgelehnt.

Schade, dass die meisten doch etwas älter waren.

Er war der jüngste der Musikanten und schätzt wohl nicht nur Volksmusik.

Die anderen essen erstmal nur Wurst, aber vielleicht kommen sie ja auch noch auf den Geschmack.


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