Zieht euch bloß nicht warm an!

Wir haben die Hitzewelle heute schon erlebt und das war kein Vergnügen.

Morgens um 8 waren wir schon auf dem Markt.

Die Dame kann sich durch ärmellose Kleidung Kühlung verschaffen, aber was machen die Austern?

Noch lacht der Fisch, aber reicht das Eis um ihn bis mittags zu kühlen?

„Es ist hart“, stöhnte die Verkäuferin und meinte nicht ihr Brot.

Das ist köstlich und wird im nächsten Post vorgestellt.

Um halb 10 stach die Sonne schon derartig, dass wir auf’s Café verzichteten.

Wir hatten nämlich keine Kopfbedeckung dabei.

Die wird vom französischen Wetterdienst dringend empfohlen.

Wir hatten uns noch lustig gemacht, dass man zu den heißesten Stunden im Hause bleiben soll. Von 11 – 21 Uhr!

Außerdem ist der Verzehr von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit untersagt, weil die Rettungskräfte sonst nicht nachkommen.

Musikfeste werden abgesagt, Schulen geschlossen und die Atomkraftwerke runtergefahren.

Tatsächlich war die Nacht zum Dienstag die heißeste je gemessene Nacht in Frankreich.

Aber wir wohnen ja direkt am Wasser, da geht doch immer ein kühler Wind.

Dachten wir.

Das Thermometer im Schatten zeigte 39 Grad an, in der Sonne tillte es bei 52.

Wir ließen die Rolläden runter und schauten das Frankreichspiel von gestern Nacht.

Tatsächlich fiel das Thermometer erst nach 21 Uhr wieder unter 30 Grad und man konnte wieder vor die Tür.

Wenn die schönste Zeit des Tages die Fahrt im klimatisierten Auto ist, läuft irgendwas falsch.


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