Das hätte nun wirklich nicht sein müssen, dass das italienische Militär Aufstellung nimmt um uns zu verabschieden.

Alle Waffengattungen waren vertreten und paradierten rund um den Platz.

Sogar Polizei und Rettungskräfte waren dabei.

Die gaben sich redlich Mühe, hatten es aber nicht so drauf mit dem Marschieren.

Zum letzten Mal in diesem Urlaub habe ich jemanden von der Seite angequatscht, ob ich ein Foto machen darf.

Ein voller Erfolg!

Von da an ging’s bergab.

Mit dem Bus absolvierten wir unsere gestern geübte Fahrt zum Bahnhof.

Hat nur so mittel geklappt.

Der Busfahrer hatte es eilig und bevor wir den Ausgang erreicht hatten, schloss er die Tür und fuhr weiter.

Na ja, Bewegung tut gut und wir hatten genug Zeit, um die eine Station zurück zu laufen.

Der Zug zum Flughafen war sauber, schnell und pünktlich.

Der Triester Flughafen ist modern und übersichtlich.

Alles lief wie am Schnürchen.

Ja, da lacht man noch.

Dann standen wir allerdings fast eine Stunde auf dem Rollfeld.

Ich hatte ja schon die ganze Zeit Bedenken, ob das alles so hinhaut mit der Heimfahrt nach meinen Erfahrungen mit der Lufthansa

Einer inneren Eingebung folgend schaltete ich im Flugzeug mein Handy wieder ein und buchte zur Sicherheit ein paar Sitzplätze in verschiedenen Zügen.

Das sollte sich als eine ausgezeichnete Investition entpuppen.

Fast eine Stunde verspätet landeten wir in Frankfurt.

Was für ein schrecklicher Flughafen!

Man läuft ein paar Kilometer bis zur Gepäckausgabe.

Als wir endlich am Gepäckband ankamen, sah es so aus.

Kein Mensch weit und breit und keine Spur von unseren Koffern.

Was nun?

Auf zum Lufthansaschalter.

Dort ist eine Schlange als gäbe es was umsonst.

Es ist zum heulen.

Bald ist der letzte Zug weg, für den wir Platzkarten haben.

Da fällt mir mein Airtag ein.

Ich kann meinen Koffer am Fernbahnhof orten.

Nichts wie hin.

Da stehen sie tatsächlich einfach so rum.

Ich möchte nicht wissen, wo die anderen gerade ihren gelben Koffer suchen.

Wir hasten zum Bahnsteig.

Die Rolltreppe ist natürlich defekt.

Der Zug läuft ein.

Er ist so voll, dass wir nicht mal mehr Plätze nebeneinander bekommen konnten.

Aber wir sitzen!

Der Zug, der in Frankfurt noch pünktlich war, schafft es bis Dortmund eine Stunde Verspätung aufzubauen, in dem er ab Köln im Schneckentempo fährt.

Ja, da kann einem das Lachen schon vergehen.

Schlussendlich sind wir nach 11 Stunden gut zu Hause angekommen und froh, diese Reise gemacht zu haben.

Vielleicht schaffen wir ja noch ein paar.


Kommentar verfassen